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FAST/SPS-Sinterpressen – Das Prinzip

  • Beim FAST/SPS-Sintern fließt der Strom direkt durch die Sinterform oder bei leitenden Materialien sogar durch das Sintergut
  • Die Sinterzyklen werden drastisch verkürzt, da keine Ofenatmosphäre aufgeheizt werden muss.
  • Dies bewirkt deutlich verringertes Kornwachstum und eine verbesserte Mikrostruktur des Sintermaterials
  • Temperatur entsteht nur dort, wo sie tatsächlich benötigt wird
  • Verwendung einer Sinterform aus Grafit, Stahl oder TZM ist prinzipiell möglich
  • Ein Grünling ist nicht unbedingt notwendig, es kann auch mit losem Pulver gearbeitet werden.

Das "International Powder Metallurgy Directory" (01/2012) veröffentlichte einen Beitrag von Prof. Kieback, Direktor des Fraunhofer IFAM (Dresden). In dem Beitrag wird FAST/SPS verglichen, ob es einen Unterschied zwischen FAST/SPS-Sintern mit gepulstem Strom  und mit ungepulstem Strom gibt. Man kommt zu dem interessanten Ergebnis, dass es keinen wesentlichen Unterschied zwischen den gepulsten und ungepulsten FAST/SPS-Verfahren gibt. Nur die kurzen Sinterzyklen, schnellen Aufheizraten und niedrigeren Sintertemperaturen sind für die Sinterergebnisse relevant.
Für Dr. Fritsch war auch das wieder eine Bestätigung, auf das unnötige aber teure Pulsen des Stromes zu verzichten.